M&A💰-Kommunikation klingt oft noch immer wie Investmentbanking-Theater: „Synergien“, „komplementäre Portfolios“, „beschleunigte Wachstumsplattformen“. Gleichzeitig fragen sich Kunden, Mitarbeitende und sogar Führungsteams im Stillen: „Passen diese beiden Unternehmen wirklich zusammen?“
🥂 Wir haben einige herausragende Beispiele betrachtet, bei denen für alle Stakeholder ein großer Mehrwert geschaffen wurde. LVMH mit Louis Vuitton, Dior oder Tiffany.
Die Gruppe schafft Synergien in den Bereichen Operations, Finanzen und globale Reichweite und schützt gleichzeitig die individuelle Aura jeder einzelnen Marke.
Das ist anspruchsvolle Markenführung.
Leider sieht die Realität meistens anders aus. Wenn ein angeschlagenes Unternehmen glaubt, dass eine Übernahme allein strategische Schwächen, eine unklare Positionierung oder kulturelle Instabilität lösen wird, wächst das Problem oft schneller als die Chance.
🛒 Die Metapher „Gehen Sie niemals einkaufen, wenn Sie hungrig sind“ ist deshalb so treffend, weil sie Verzweiflung sofort als strategische Schwäche entlarvt. Viele Übernahmen sind keine Akte der Stärke. Sie sind Panikreaktionen, verkleidet als Vision.
🤌 AOL + Time Warner wurde zu einem der berüchtigtsten Beispiele dafür, wie versprochene „Synergien“ an kulturellen Unterschieden, strategischer Verwirrung und inkompatiblen Geschäftsrealitäten scheiterten.
🤌 Daimler-Benz und Chrysler wurden offiziell als „Fusion unter Gleichen“ bezeichnet. In Wirklichkeit haben viele Mitarbeitende dies nie so erlebt.
Selbst erfolgreiche Übernahmen erzeugen oft jahrelange unsichtbare interne Spannungen, bevor die Märkte überhaupt einen Nutzen erkennen. Warum verlassen bei so vielen Übernahmen ausgerechnet die besten Mitarbeitenden zuerst das Unternehmen? Wir haben erlebt, wie „Synergien“ zu politischen Machtkämpfen wurden. Wir haben gesehen, wie Führungsteams innerhalb weniger Monate verschwanden. Wir haben erlebt, wie Übernahmen Verwirrung statt Wachstum schufen.
Bei Capo d’Ena sagen wir oft: Holt die Marke mit an den Tisch. Nicht später. Nicht erst nach der Integration. Von Anfang an!
Heute blicken wir auf frühere Übernahmen und Integrationsprojekte zurück, die tatsächlich funktioniert haben, und unterstützen Unternehmen beim „Matchmaking“. Die besten Integrationen sind für Kunden oft nahezu unsichtbar. Keine großen Ankündigungen, kein Prahlen. Nicht weniger und nicht später …
Wenn wir beteiligt sind, kennen wir die Antworten auf diese Fragen bereits:
❓ Vertrauen die Kunden dieser Kombination tatsächlich? Verstehen die Mitarbeitenden die zukünftige Vision oder schützen sie bereits ihr eigenes Territorium und ihren Einfluss? Wer sind die Menschen, die Sie auf keinen Fall verlieren dürfen?
🛑 Übrigens: Unsere Stop-Start-Keep-Übung ist ebenfalls ein sehr starkes Instrument, um Integrationen erfolgreich zu planen.
1+1 ist nicht immer 3. Manchmal wird aus 1+1 sogar 0. Sorgen wir dafür, dass daraus 3 wird!
